8.Mai Tag der Befreiung???

12.05.09 (Weiden/Tirschenreuth)

Der Krieg war am 8.Mai nicht zu Ende. Daß die Deutschen keinen Friedensvertrag unterzeichnen konnten, ist dafür nur ein äußeres Zeichen. Das man die deutsche Regierung am Galgen henkte, zeigt besondere “Humanität” derjenigen, die heute von der etablierten Politik  als Befreier gefeiert werden. Deutschland sollte auch nach dem Krieg restlos zerstört werden.

Synonym für diesen Zerstörungswillen ist der Plan Henry C. Morgenthaus, Berater des damaligen amerikanischen Präsidenten, die deutsche Industrie zu zerstören und dadurch das Land in einen einzigen Bauernhof zu verwandeln. Damit Deutschland nicht wieder auf die Beine kommen sollte, nahmen die Sieger mutwillig den Tod von zehn Millionen Menschen in Kauf, die sie planmäßig verhungern und erfrieren ließen.  Zehn Millionen deutsche Zivilisten und zwei Millionen Kriegsgefangene verhungerten nach 1945, obwohl die Möglichkeit zur Versorgung bestanden hätte. Der US-Senator Langer aus North Dakota klagte seine Landsleute damals an: “…Die Wahrheit ist, es gibt Tausende und Abertausende Tonnen überschüssiger Militärrationen in unseren Vorratslagern, die inmitten der verhungernden Bevölkerung einfach verderben.” Die Begründung, dies Zehn Millionen Zivilisten und zwei Millionen Kriegsgefangenen wären selbst Schuld an diesem Schicksal, weil Hitler den Krieg begonnen habe, ist sogar noch dann menschlich abstoßend, wenn die Kriegsursachen so der Wirklichkeit entsprächen.

Um den Opfern dieser so genannten Befreiung zu gedenken, trafen sich an diesen Tag  über ein Dutzend Aktivisten des Widerstand Tirschenreuth in Flossenbürg am Kriegerdenkmal.

Warum wir diesen Tag nicht feiern erklärte ein Sprecher der Kameradschaft in einer kurzen Rede.
Danach wurde zu Ehren den Massen  gefallener Soldaten beider Weltkriege der offizielle letzte Wehrmachtsbericht verlesen .

Anschließend legten wir gefolgt von einer Schweigeminute Grablichter am Denkmal nieder.