Nürnberg: Hauptkampfplatz Kornmarkt!

14.05.09 (Nürnberg/Fürth)

Immer mehr entwickelt sich der Nürnberger Kornmarkt zum politischen Hauptkampfplatz. Schließlich scheinen gewisse Nürnberger DGB-Funktionäre der Wahnvorstellung verfallen zu sein, daß Sie selbst darüber zu entscheiden haben, welche politischen Organisationen auf dem Kornmarkt in der Frankenmetropole Flugblätter verteilen dürfen. Das Nürnberger Gewerkschaftshaus ist am Kornmarkt beheimatet.

Stein des Anstoßes war zunächst - am 30. April 2009 - eine erste nationalrevolutionäre Verteilaktion auf dem Nürnberger Kornmarkt, die im Rahmen der Flugblatt-Kampagne “Massenarbeitslosigkeit überwinden - Kapitalismus zerschlagen!” erfolgte. Zeitlich parallel fand eine Boykottaktion von DGB-Funktionären gegen einen Tonsberg- (bzw. Thor-Steinar)-Laden statt. Dieser Laden befindet sich ebenfalls am Kornmarkt. Die sehr deutsche Parole des DGB lautet in etwa “Kauft nicht bei Tonsberg!” Als die Boykotthetzer des DGB die Nationalisten bemerkten, handelten sie ganz nach dem bekannten Motto: “Antifa heißt die Polizei anrufen!”

Ein Polizeibeamter behauptete dann auch wahrheitswidrig, daß hier eine nicht angemeldete Demonstration stattfinde, worauf die Nationalisten feststellten, daß es sich hierbei um eine nicht genehmigungspflichtige Flugblatt-Verteilaktion handele. Dennoch erteilten die Polizeibeamten den Nationalisten Platzverweise - wohl deshalb, damit es nicht vor dem Tonsberg-Laden zu unschönen Auseinandersetzungen kommt.

Am 6. Mai fand erneut eine nationalrevolutionäre Verteilaktion auf dem Nürnberg Kornmarkt statt, um zu unterstreichen, daß dieser Platz nicht dem DGB alleine vorbehalten bleibt. Die DGB-Bonzen erwiesen sich aber wiederum als nicht lernfähig und riefen erneut die Polizei zu Hilfe. Die Polizeibeamten konnten nichts anderes tun, als die Personalien der Nationalisten aufzunehmen. Platzverweise gab es diesmal nicht, zumal bei dieser Aktion die Flugis “Massenarbeitslosigkeit überwinden - Kapitalismus zerschlagen!” nicht direkt vor dem Tonsberg-Laden - sondern etwa 100 Meter davon entfernt - verteilt wurden. Die Nationalisten bestimmten also selbst, wann sie am Kornmarkt die Verteilaktion beendeten.

Interessant ist auch die Argumentation des DGB gegenüber der Polizei. Die Nationalisten sollen deshalb nicht auf dem Kornmarkt Flugis verteilen dürfen, weil sich doch in der Nähe dieses Platzes (neben dem Germanischen Nationalmuseum) eine Menschenrechtsmeile befinde. Schließlich sei Nürnberg die “Stadt der Menschenrechte”. Dies entspricht nun tatsächlich der Logik der Gutmenschen, daß die sogenannten Menschenrechte nur Menschen zuzugestehen seien, die sich bedingungslos der “Westlichen Wertegemeinschaft” verpflichtet fühlen. Somit hat der DGB wieder einmal seinen totalitären Charakter offenbart.

Nebenbei sei noch erwähnt, daß an diesem 6. Mai - in den Morgenstunden zuvor - die Flugis auch auf dem Nürnberger Hauptmarkt verteilt wurden.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Nürnberg wurde auch mehrfach in die Verteilaktionen mit einbezogen, wobei man es aber auch hier dabei beließ, die Personalien der verteilenden Nationalisten festzustellen.