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Gegen Zeitarbeit in Trogen

17.09.11 (Hofer Land)

In der oberfränkischen Gemeinde Trogen im Hofer Land setzten nationale Aktivisten die Aufklärung über die moderne Sklaverei – die Zeitarbeit – fort.
Am Montag, den 19. September 2011, wurden zahlreiche Infoschriften des aktuellen Flugblattes des „Freien Netz Süd” an Trogener Haushalte verteilt. Durch die ehemalige Zonenrandlage sind oberfränkische Gemeinden mit Unternehmen und Infrastruktur nur mäßig gesegnet. Seit der Maueröffnung findet eine massive Landflucht statt. Junge Menschen fliehen zur Arbeit in westdeutsche Metropolen, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Die verbleibenden Jugendlichen werden nicht selten von Zeitarbeitsfirmen geködert, um unter asozialen Bedingungen überhaupt eine Arbeitsstelle zu ergattern. Dabei dient die Zeitarbeit ausschließlich der Wirtschaft zur Gewinnmaximierung bei gleichzeitigem Abbau der Beschäftigten. So etablieren sich Löhne und Gehälter in der BRD, die aufgestockt mit Hartz-IV, lediglich das Überleben sichern.

Dieser Entwicklung müssen wir entschieden entgegen treten. Wir fordern ein sofortiges Verbot der Zeitarbeit, einen gesetzlichen Mindestlohn, der auch nach langjähriger Arbeit ein menschenwürdiges Dasein im Alter garantiert.