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Wutzlhofer sieht bunt! Fahrräder und Fernseher für Asylbewerber!

07.04.12 (TIR/ Weiden)

„Rechte Szene versucht Störaktion mit Flugblättern”, so titelten die Schreiberlinge der Systemschmierblätter einige Tage nach der von nationalen Aktivisten durchgeführten Aufklärungsaktion zur Asylbewerberthematik in Waldau (siehe: Flugblattaktion gegen Asylbewerberheim in Waldau durchgeführt).

Die erfolgreiche Flugblattverteilung, in welcher man die Bevölkerung schonungslos mit den möglichen Folgen der Zuwanderung konfrontierte, rief nun offensichtlich einige wenige Gutmenschen auf den Plan.

Bewaffnet mit Fahrrädern und Fernsehergeräten machten sich diese auf den Weg, um die ausländischen Bewohner des alten Schulgebäudes angemessen zu begrüßen und zu beschenken. Auf einem in der Zeitung „Der neue Tag” abgedruckten Foto ähnelte das Szenario jedoch eher einer Wahlfahrt mit Opferbringung, als an eine Begrüßung. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer schlüpfte am besagten Tag offensichtlich sogar in seinen besten Sonntagsanzug.

Bewusste Kriminalisierung der Flugblattverteiler

Auch konnte man den besagten Bericht entnehmen, dass wegen den verteilten Handzetteln mit dem Titel „Das Boot ist voll! Keine Asylbewerber in Waldau!” nun die Kriminalpolizei Weiden ermitteln würde. Außerdem ließ der Pressesprecher der Weidener Polizeiinspektion Thomas Plößl in den besagten Schundbericht verkünden, dass die Polizei nach einer näheren Überprüfung der Flugblätter wohl ein fehlerhaftes Impressum festgestellt hätte, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht.

Die Worte: „Kriminalpolizei”, „rechtsextrem” oder eben das „fehlende Impressum” sollten wohl eher die Befürworter der verteilten Flugblätter in Angst und Schrecken versetzen und dafür sorgen, dass man über die verteilten Schriften nur hinter vorgehaltener Hand spricht.

Kein Aufsehen erwünscht

Der Grund für die öffentlich gemachte Verfolgung der Flugblattverteiler durch die Kriminalpolizei soll den Bürgern deutlich machen: Wer sich zu laut beschwert bekommt Ärger.

Still und heimlich will man offensichtlich die etwa 500 Asylbewerber unterbringen, welche im Jahr 2012 die Oberpfalz mit ihrer Anwesenheit bereichern sollen. Großes Aufsehen will man dabei vermeiden. Hier mal 20, da mal 30 und woanders mal 10, so das Konzept der Regierung!

Das ehemalige Schulgebäude in Waldau – Umfunktioniert zum Asylbewerberheim

Wie mittlerweile bekannt wurde, soll nun nach Waldau im Landkreis Cham schon eine neue Asylbewerberunterkunft entstehen. In der Marktgemeinde Falkenstein sollen demnach zunächst 35 und dann Stück für Stück über 60 Asylanten im „Hotel am Schloßpark” einquartiert werden. Auf Steuerkosten natürlich! Diesbezüglich laufen zwischen der Regierung der Oberpfalz und dem Hotel noch die Verhandlungen über den Mietvertrag (siehe: Mittelbayerische: Wohin mit bis zu 60 Asylbewerbern oder Kein „Zuckerl” für Asylgemeinde in Falkenstein).

Ähnlich lief es im Oktober 2011 in der Nachbargemeinde Rötz, wo man angeblich vorübergehend im „Gasthof Thamerbräu” 21 Asylbewerber unterbrachte, nachdem man in Cham rund 60 Asylbewerber einquartierte (siehe: Mittelbayerische: 21 Asylbewerber im Thamerbräu oder Oberpfalz/Rötz- die neue Auffangstelle für Asylbewerber).

„Buntes Waldau” kurz vor der Gründung?

In Waldau kündigte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer an, das Thema „rechtsextreme Flugblätter” in der nächsten Stadtratssitzung zu behandeln. Eventuell sollen nun Aktionen gestartet werden, mit welchen man sich ausdrücklich gegen den Bürgerwillen hinter das Asylbewerberheim stellen möchte. Ob man plant neben Fahrrädern und Fernseher nun auch noch Autos zu verschenken bleibt abzuwarten.

Den ersten Schritt im bunten Wahnsinn brachte Wutzlhofer bereits hinter sich. Er verschaffte den beiden Familienvätern des Waldauer Asylantenheims einen Teilzeitjob am örtlichen Bauhof. Ziel dieser Idee ist es offensichtlich, das Argument, dass in Waldau und auch sonst in Sachen Asylpolitik massiv Steuergelder verschwendet werden, zu entkräften.

Im Jahr 2011 wurden demnach nur ganze 600 Asylanträge positiv bestätigt, während es über 45.000 Anträge auf einen Aufenthalt hier gab. Diese Zahlen belegen, dass Asylgesuche maßgeblich nur Einwanderungsanträge sind und aus wirtschaftlichen Gründen erfolgen. Die herrschende Politik zeigt sich zahnlos, den Wirtschaftsflüchtlingen Herr zu werden.

Wenn Herr Wutzlhofer von Waldaus neuen Bewohnern so begeistert ist, schlagen wir als Nationalisten an dieser Stelle vor, den Ratschlag im kriminalisierten Flugblatt zu befolgen, welches den CSU-Politiker so aus der Rage bringt. Nämlich die Unterbringung der Asylbewerber in seinen eigenen vier Wänden und vor allem auf seine eigenen Kosten und nicht die des Steuerzahlers. Die handvoll bunter Gehilfen werden im sicherlich mit Rat, Tat und vor allem Geld zur Seite stehen, sollte es etwas teuer werden.