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Aufruf zum Antikriegstag 2012 in Dortmund

02.07.12 (Allgemein)


Jedes Jahr am ersten Septemberwochenende demonstrieren in Dortmund viele hundert Deutsche aller Altersklassen, um ein Zeichen gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege zu setzen. Bis heute hat sich an der Aktualität dieses Themas nichts geändert, im Gegenteil: Immer neue Konflikte, entfacht von den immer gleichen Weltbrandstiftern, schüren einen Flächenbrand auf der Welt. Systematisch werden souveräne Staaten unter fadenscheinigen Gründen zunächst attackiert, anschließend von den westlichen „Befreiern” besetzt und es wird letztendlich versucht, eine Demokratie nach westlichem Vorbild zu installieren – alle diese Versuche sind bisher jedoch gescheitert und in den ehemals befriedeten Staaten herrschen seither bürgerkriegsähnliche Zustände oder offen ausgetragene Konflikte zwischen ethnischen und kulturellen Bevölkerungsgruppen.

Jüngstes Beispiel einer solchen Intervention westlicher Länder – allen voran der USA und ihrer europäischen Handlanger – ist der Überfall auf Libyen, der im März 2011 begonnen wurde und mit dem Sturz (sowie der anschließenden Ermordung) des legitimen libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi endete. Obwohl der vermeintliche Kriegsverbrecher Gaddafi, der es sich anmaßte, gegen kriminelle Aufständische mit Waffengewalt vorzugehen, mittlerweile Vergangenheit ist, kommt es trotzdem zu regelmäßigen Unruhen und in dem zuvor innenpolitisch als stabil zu betrachtenden Land wurde ein Ungleichgewicht der Kräfte geschaffen, dass Auslöser für zahlreiche neue Konflikte ist. Aktuell schaut die westliche Welt wieder einmal auf den Nahen Osten, wo der Iran und Syrien zwei Feindbilder präsentieren, da diese beiden Länder ihre eigene Souveränität pflegen und sich nicht von der amerikanischen Weltpolizei befehligen lassen. Ähnlich wie in Libyen werden auch in Syrien kriminelle Aufständische, die den dortigen Präsidenten Baschar al-Assad mit Waffengewalt stürzen wollen, von Regierungssoldaten bekämpft – für westliche Staaten ein Grund, über militärische Interventionen nachzudenken, um auch in Syrien eine „Demokratisierung” zu schaffen. Auch vor einem anderen Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass nach einer Begründung für einen Militärschlag gegen Syrien gesucht, denn seit vielen Jahren bestehen zwischen Syrien und dem Iran enge politische Beziehungen. Somit könnte ein Überfall auf Syrien ein „Warmlauf” für den schon lange angekündigten Militärschlag der USA, die als Schutzmacht das Unrechtstaates Israel auftreten, sein. Bisher zögern beide Länder aber mit einer offenen Attacke auf den Iran, dessen Präsident Mahmud Ahmadinedschad längst zu einem Feindbild der westlichen Staaten geworden ist, weil er es wagt, den israelischen Staat offen als Unruhestifter im Nahen Osten zu benennen. Um ein militärisches Eingreifen zu begründen, wird (wie 2003 im Irak auch als nachweislich falscher Grund angeführt) versucht, dem Iran ein angebliches Streben nach Massenvernichtungswaffen nachzusagen und somit eine Legitimation für einen Erstschlag zu finden.

Die internationalen Kriegstreiber und ihre Vasallen agieren nach einem sich wiederholenden Schema: Zuerst wird die Weltöffentlichkeit durch gezielte Presseberichterstattung gegen vermeintliche Schurkenstaaten aufgehetzt. Wenig später wird diesen Staaten nachgesagt, völkerrechtswidrige Verbrechen zu begehen oder nach Massenvernichtungswaffen zu streben. Im dritten Schritt, der nach sorgfältiger Abwägung geschieht, folgt anschließend ein militärisches Eingreifen – in den letzten Jahrzehnten waren hiervon unter anderem Jugoslawien (1998), Afghanistan (2001), der Irak (2003) und Libyen (2011) betroffen. Andere Staaten, neben dem Iran beispielsweise auch die Volksrepublik Nordkorea, befinden sich auf der Abschussliste des Westens.

Während sich deutsche Politiker in ihren Reden regelmäßig über Menschenrechtsverstöße in anderen Ländern empören, entsandten sie gleichzeitig Bundeswehrsoldaten in Kriegseinsätze, die einzig den Interessen der internationalen Weltmächte dienten, nicht aber der Sicherung von Frieden oder gar den Interessen des deutschen Volkes. 1999 im Kosovo begonnen und 2001 in Afghanistan fortgeführt, befinden sich Bundeswehrsoldaten mittlerweile auf verschiedenen Kriegsschauplätzen, wo sie als Besatzungsmacht auftreten und nicht selten zum Ziel Aufständischer werden. Ohne Rücksicht auf das Schicksal der eingesetzten Soldaten, die oftmals sogar aus falsch verstandenem Vaterlandsbewusstsein einen Auslandseinsatz antreten, verheizen demokratische Politiker deutsche Volksgenossen im Dienste fremder Mächte. Weder im Kosovo, noch in Afghanistan wird die Freiheit Deutschlands verteidigt, sondern in unserer eigenen (seit 1945 temporär reduzierten) Nation. Wer deutsche Soldaten missbraucht, um amerikanischen Großmachtsträumen zu huldigen und die Gleichschaltung ehemals souveräner Nationen zu einem demokratischen Einheitsgebilde anstrebt, hat seine eigenen Wurzeln verraten.

Die deutsche Unterstützung für völkerrechtswidrige Kriege findet aber nicht nur aktiv statt, sondern auch durch zur Verfügung stellen von Ressourcen, sowie Ausrüstungs- und Waffenlieferungen an Kriegstreiber. So brüsteten sich demokratische Politiker damit, dass Deutschland sich weder am Irak-, noch am Libyenkrieg beteiligt hat – verschwiegen aber, dass in beiden Fällen deutsche Technik Kriegsverbrechen ermöglicht hat. Auch an den Hauptaggressor im Nahen Osten, den israelischen Staat, liefert Deutschland regelmäßig Waffen, zuletzt mehrere U-Boote, die in der Lage sind, atomare Sprengköpfe zu verwenden.

Die Gründe, den Herrschenden zu zeigen, dass ihre Kriegspolitik nicht ohne Widerstand hingenommen wird, sind vielfältig: Wir als nationale Sozialisten treten für eine Welt freier Völker ein – frei von westlichen Weltmachtsplänen und frei von imperialistischen Aggressionen. Setzen wir am 1. September, dem traditionellen Antikriegstag, mit der 8. nationalen Antikriegstagsdemonstration ein Zeichen. Informiert euren Bekanntenkreis, beteiligt euch an den Mobilisierungsaktionen im Vorfeld und kommt am ersten Septemberwochenende nach Dortmund!

Mittlerweile ist auch das Aktionsmaterial zum Antikriegstag fertig gestellt. Es kann über den http://www.resistore.org/ bezogen werden.

Quelle: http://blog.antikriegstag.org/