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Die Altkleider-Lüge

06.08.12 (Allgemein)

Wie gut gemeinte Spenden zum dreckigen Geschäft werden.

Wer kennt sie nicht, die Altkleider-Sammelcontainer des „Deutschen Roten Kreuzes”, Malteser, Caritas etc.? Tonnen von Altkleider landen täglich in den Containern der Wohlfahrtsverbände. Tausende von Ihnen stehen in unseren Städten, wöchentlich werden sie geleert und anschließend die ausrangierte Ware an Bedürftige verschenkt. Eigentlich eine super Sache oder nicht?

Die Spenden sollen den Bedürftigen und Armen helfen, jedoch gelangen so gut wie alle Altkleider auf Fließbänder privater Subunternehmer. Allein 85.000 Tonnen bei der Firma „EFIBA” die nur die Tochterfirma von dem Unternehmen „Soex” ist. Das „Deutsche Rote Kreuz” wirbt öffentlich für die Altkleidercontainer mit ihrem Namen, die von Subunternehmen geleert werden. Denn in diese kommt die bessere Ware als bei Privaten. Der unaufgeklärte Bürger denkt ja, er macht alles zum guten Zweck. „Retextil” nennt sich das Unternehmen das öffentlich und kommerziell sammelt, „EFIBA” handelt im Namen des DRK. Jedoch landen am Ende beide Kleiderspenden in den Sortieranlagen der Firma „Soex”. Die Ware des DRK stellt mindestens ¼ der gesamten Altkleider in der Sortierfabrik.
Wieso sich das „Deutsche Rote Kreuz” auf so ein schmutziges Geschäft eingelassen hat ist nicht von der Hand zu weisen. Vor knapp 4 Jahrzehnten hat die Firma „EFIBA” für die Geschäftsidee mit den Altkleider des „Deutschen Roten Kreuzes” eine Summe X gezahlt. Im Gegenzug, darf das Unternehmen im Namen des DRK, Kleidercontainer in der ganzen Republik aufstellen.
So wird aus einer gut gemeinten Spende ein knallhartes Geschäft.
Anschließend wird die Ware vor allem nach Afrika, jedoch auch in den Nahen Osten oder nach Osteuropa verkauft.

Doch zu welchen Bedingungen? Zu welchen Preisen?

Ein Blick nach Tansania. Hier trägt fast jeder die Second-Hand-Ware aus Europa. Ein „Insider” berichtet, dass die komplette Textilindustrie durch die vermeintlichen Spenden zerstört wurde. Der Markenname „Made in Africa” existiert im Prinzip dort nicht mehr. Der Preis einheimischer Kleidung ist rund dreimal so hoch, als die der aus Europa.
Die Altkleiderdealer vor Ort sind vor allem scharf auf die deutsche Ware von „Soex”. Diese verkauft sich am besten und am teuersten. Sie ist qualitativ am hochwertigsten. Diese wird von Tansania auch nach Uganda und Sambia weiterverkauft. In Deutschland ist die Altkleiderware fünf Cent/kg wert. Zwecks diverser Zwischenhändler kostet nun das Kilogramm 1,20 €.
Durch die weitestgehend nicht mehr vorhandene Textilindustrie steigt die Armut und Arbeitslosigkeit ins Unermessliche.
Ein DRK-Ortsvorsitzenden, der das Unheil erkannte, gab einen guten Rat wie man zukünftig die Altkleidung entsorgen soll. Hosen, Schuhe, Pullover und dergleichen sollen in Streifen geschnitten werden. Anschließend dann wie gehabt in den Altkleidersack geben und zum Container bringen. Das DRK ist nämlich verpflichtet die Ware zu recyceln, egal in welchem Zustand. Nur so kann dem schmutzigen Geschäft entgangengewirkt werden.

Quelle: karlsruher//netzwerk